An die jeweilige Bezirksbehörde oder Landesbehörde !                                                                                                                                                                    

 

Formblatt                               

zur Zuchtmeldung nach BGBl. I Nr. 35/2008  § 31 Abs. (4)                                Die Haltung von Tieren zum Zwecke der Zucht und Verkaufs.

 

Name:

Anschrift:   

Tierart:

Höchstzahl der gehaltenen Tieren: 

 

Ort der Tierhaltung :

 

Datum:                                                                                                          Unterschrift:   

 

 

                                                                                                                                                            

 

 

BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2008 Ausgegeben am 11. Jänner 2008 Teil I

35. Bundesgesetz: Änderung des Tierschutzgesetzes

(NR: GP XXIII RV 291 AB 342 S. 40. BR: 7797 AB 7825 S. 751.)

35. Bundesgesetz, mit dem das Tierschutzgesetz geändert wird

 

Verkaufsverbot von Tieren

§ 8a. (1) Das Feilbieten und das Verkaufen von Tieren auf öffentlich zugänglichen Plätzen, soweit dies nicht im Rahmen einer Veranstaltung gemäß § 28 erfolgt, sowie das Feilbieten von Tieren im Umherziehen sind verboten.

(2) Das öffentliche Feilbieten von Tieren ist nur im Rahmen einer gemäß § 31 Abs. 1 genehmigten gewerblichen Haltung oder durch gemäß § 31 Abs. 4 gemeldete Züchter gestattet

 

(1) Ausstellungen gemäß § 28 sind ausgenommen!

 

14. § 31 Abs. 4 lautet:

„(4) Die Haltung von Tieren zum Zwecke der Zucht und des Verkaufs, ausgenommen von in § 24 Abs. 1 Z 1 genannten Tieren im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft oder Tieren in Zoos oder Tieren in Zoofachhandlungen, ist vom Halter der Behörde vor Aufnahme der Tätigkeit zu melden. Die Anzeige hat den Namen und die Anschrift des Halters, die Art und Höchstzahl der gehaltenen Tiere, den Ort der Haltung zu enthalten.Nähere Bestimmungen sowie Ausnahmen von der Meldepflicht sind durch Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, Familie und Jugend zu regeln. Die Tierhaltung und das Vorliegen ausreichender Haltungsbedingungen für die Zucht oder den Verkauf sind innerhalb von sechs Monaten nach erfolgter Meldung zu kontrollieren

 

(18) § 31 Abs. 4, in der Fassung von BGBl. I Nr. 35/2008, tritt mit Kundmachung der Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, Familie und Jugend zur Regelung näherer Bestimmungen sowie

Ausnahmen von der Meldepflicht, spätestens jedoch am 31. Juli 2008 in Kraft.“

Ausnahmen von der Meldepflicht für domestizierten Tieren (Vögel) BGBL.VO 70. ab 26.März 2016 in Kraft!

 

Damit Rechtssicherheit gegeben ist, bitte eure Zucht von nicht dom. Vögel melden, liegt aber in der Eigenverantwortung jedes einzelnen!

Beste Grüße!

Othmar Sieberer (31.03.2016)

 

Bitte beachten!

Zu Grunde der Meldung liegt das

Bundesgesetzblatt  Jahrgang 2004  Teil II

486. Verordnung  2. Tierhalteverordnung

§ 4: Besondere Anforderungen an die Haltung von Vögel

(1) Für die Haltung von Vögeln gelten die in der Anlage 2 enthaltenen Mindestanforderungen sowie die folgenden Absätze.

(2) Den unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Bedürfnissen der Vögel, besonders dem Aggressionsverhalten (Kanarien) mancher Arten sowie der Geschlechter in unterschiedlichen Lebensphasen, ist durch eine spezifische oder trennende Käfig-, Volieren- oder Gehegeausstattung Rechnung zu tragen.

(3) Ein geeigneter Schutz gegenüber allen Witterungseinflüssen muss allen Vögeln gleichzeitig zur Verfügung stehen.

(4) In Räumen ist für einen ausreichenden Tageslichteinfall oder ein flimmerfreies Kunstlicht entsprechend dem Lichtspektrum des natürlichen Sonnenlichtes zu sorgen. Die Beleuchtungsdauer richtet sich nach den spezifischen Ansprüchen der Vogelart und der Jahreszeit. Ist eine künstliche Beleuchtung erforderlich, muss sie zwischen acht Stunden (Minimum) und 14 Stunden (Maximum) pro Tag liegen.

Der Tag-Nacht-Rhythmus ist einzuhalten. Den artspezifischen Anforderungen an das Klima ist Rechnung zu tragen. In geschlossenen Räumen ist für ein adäquates, der jeweiligen Vogelart entsprechendes Raumklima zu sorgen.

(5) Jungvögel müssen so aufgezogen werden, dass sie artgeprägt sind. Handaufzuchten dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen. Künstliche Handaufzuchten aus kommerziellen Gründen sind verboten.

(6) Die dauerhafte Einschränkung der Flugfähigkeit durch operative Eingriffe ist verboten. Das Einschränken der Flugfähigkeit darf nur aus tier- oder artenschutzrelevanten Gründen durch regelmäßiges Kürzen der Schwungfedern der Handschwingen erfolgen.

(7) Das Futter muss den ernährungsphysiologischen Bedarf der Vögel in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien decken. Ferner muss auch die Darbietung des Futters dem artspezifischen Nahrungsaufnahmeverhalten entsprechen.

(8) Futter- und Wassergefäße sowie Badegelegenheiten sind so aufzustellen, dass die Verunreinigung durch Exkremente hintangehalten wird.

 

§ 8: Wildtiere (z.B. Cardeuliden ect.) mit besonderen Anforderungen an die Haltung, unterliegen einer gesonderten Meldung!

 

Anlage 2 : Mindestanforderung an die Haltung von Vögeln

 

§ 1. Haltung von domestizierten Vögeln (8 VO Punkte eventuell Protokoll lt. Muster anfertigen)

§ 2. Haltung von nicht dom. Papageien u. Sittichen.

 §14. Haltung von Sperlingsvögeln und Kolibris

1. Mindestanforderungen für die Haltung von domestizierten Vögeln

(1) Zu den besonders häufig gehaltenen domestizierten Vögeln zählen: der Wellensittich (Meliopsittacus undulatus), der Nymphensittich (Nymphicus hollandicus), der Kanarienvogel (Serinus canaria), der Reisfink (Padda oryzivora), der Zebrafink (Taeniopygia guttata f. dom.) und das Japanische Mövchen (Lonchura striata f. dom.).

(2) Den Tieren sind Sämereien, Grünfutter, Knospen, Beeren, Obst und besonders während der Jungenaufzucht auch Keimfutter und tierisches Eiweiß anzubieten. Bei mehr als nur einem Paar sind mehrere Futterstellen einzurichten, damit auch rangniedere Tiere zum Futter gelangen können.

(3) Alle genannten Arten sind mindestens paarweise, mit Ausnahme des Kanarienvogels auch in Gruppen zu halten. Vögel, die individuell oder bei der Revierbildung extrem aggressives Verhalten zeigen, sind für den Zeitraum ihres aggressiven Verhaltens einzeln zu halten, wenn durch gesetzte Maßnahmen (zB Beseitigung von Überbesatz,..) keine Besserung des Verhaltens zu erzielen ist.

(4) Als Standort für den Käfig oder die Voliere ist ein heller, zugluftfreier, ruhiger Platz zu wählen. Käfige müssen in mindestens 80 cm Höhe aufgestellt werden. Käfige in Wohnräumen sind abends abzudecken um den natürlichen Tag-Nachtrhythmus zu erhalten. In Käfigen gehaltenen Vögeln ist nach der Eingewöhnungszeit regelmäßig Zimmerfreiflug zu gewähren; dabei ist darauf zu achten, die Gefahren für freifliegende Vögel so gering als möglich zu halten. Das Halten von Vögeln in Rundvolieren mit einem Durchmesser unter 2 Meter ist verboten.

(5) Die Ausstattung der Käfige und Volieren ist dem Verhaltensmuster der gehaltenen Vogelart tiergerecht anzupassen. Der Boden muß mit Sand, Hobelspänen von unbehandeltem Holz oder ähnlichem Material bedeckt sein, welches zur Aufnahme von Exkrementen geeignet ist. Dieser ist regelmäßig zu reinigen. Es sind mindestens 2 Sitzstangen aus Holz oder Ästen unterschiedlicher Stärke so anzubringen, dass eine Verschmutzung der Futter- und Wasserbehälter verhindert wird.

(6) Für Vögel, die in Außenvolieren gehalten werden, muss ein trockener und zugfreier Schutzraum vorhanden sein. Die Raumtemperatur darf 5°C nicht unterschreiten.

(7) Es müssen Schlafkästen oder Schlafkörbchen angeboten werden die auch als Versteckmöglichkeit dienen. Badegelegenheit ist anzubieten.

(8) Die angegebenen Maße für die Käfige gelten für die paarweise Unterbringung und dürfen auch bei begründeter Einzelhaltung nicht unterschritten werden. Wo die Artverträglichkeit für ein weiteres Paar gegeben ist, ist die Grundfläche um 50% zu erweitern. Jungvögel bleiben bis zum Sebständigwerden unberücksichtigt.

 

Art

Maße in Länge x Breite x Höhe in cm

Für jedes weitere Tier/Paar

Wellensittich

80 x 40 x 60

50% mehr Grundfläche

Nymphensittich

150 x 80 x 100

50% mehr Grundfläche

Reisfink

80 x 40 x 40

50% mehr Grundfläche

Kanarienvogel, Zebrafink, Japanisches Mövchen

60 x 35 x 40

50% mehr Grundfläche

 

 

Begleitend zur Zuchtmeldung §31 (4)  kann man ein Protokoll zur Haltung seiner Zucht anfertigen!

Z.B. Muster für Kanarien, Zebrafink, jap. Mövchen ect.  der gesetzlichen VO-Punkte!

 

§31.(4) Meldung der Haltung und  Zucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Name: Mustermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mindestanforderung an die Haltung von Vögeln

 

 

 

 

 

 

 

 

Protokoll zur Haltung:

 

 

 

 

domestizierte     

Vögel

 

 

 

 

(1)  Kanarien

 

 

 

 

 

(2)  Futter der Jahreszeit entsprechenden biologischen Anforderungen (Zucht-

Mauser - Ruhenphase) Grit-Vitaminkalk oblikatorisch ganzjährig!

 

(3)  Bei aggressiven Verhalten die Möglichkeit der Einzelhaltung!

 

(4)  Standort der Volieren und Käfige, heller Raum 20 m², Zentralheizung (elektr.) 

nie unter 10° C, Beleuchtung Accardia Bird Lamp mit Zeitschaltuhr regelbar!

(5)  Einstreu Fichtenholzgranulat, in den Käfigen Sitzstangen verschiedenen DM!

(6)  Haltung Innenraum wie unter (4) beschrieben!

 

 

(7)  Schwarmvögel, sogenannte Schlafnester nicht adequat, zur Zuchtzeit Innen

  oder Außennester (Kaisernest)!

 

 

(8) Käfige, Volieren:

 

 

 

 

    

4 Stk. Boxen 120 x 40 x 50 cm        (4.800 cm²)

 Teilbar

 

 

 

 

 

10 Stk. Käfig

 

120 x 35 x 41 cm (4.200 cm²)

                                                              Teilbar

 

 

5 Stk. Volieren 2 x 1 x 2 m  ( 2 m²)

 

 

 

 

 

 

 

 

Es besteht durch das Flächenangebot die Möglichkeit, eine größere Anzahl von

Vögel unterzubringen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterschrift:

 

 

 

 Datum:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

             

 

  • 2. Mindestanforderungen an die Haltung von nicht domestizierten Vögeln der Ordnung Papageien (Psittaciformes)

    2.1 Allgemeines

    (1) Die Mindestanforderungen gelten für Vögel der Ordnung Papageien (Psittaciformes) mit den Familien Loris (Loriidae), Kakadus (Cacatuidae) und eigentliche Papageien (Psittacidae).

    (2)Die Haltung von Wellensittich (Melopsittacus undulatus) und Nymphensittich (Nymphicus hollandicus) ist in Abs. 1 geregelt                                                                                                                 Weitere VO - Punkte bitte in Anlage 2. öffnen!

 

14.3.12. Prachtfinken - Estrildidae

  • (1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen: Bundesrecht 14. Mindestanforderungen an die Haltung von Sperlingsvögeln (Passeriformes) und Kolibris (Apodiformes)

    14.1. Allgemeines

    (1) Die Mindestanforderungen gelten für Vögel der Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes), wobei hier nur solche Familien berücksichtigt werden, zu welchen handlungsrelevante Gattungen und Arten zugehörig sind. Es sind dies: Schnurrvögel (Pipridae), Lerchen (Alaudidae), Bülbüls (Pycnonotidae), Blattvögel (Irenidae), Drosseln (Turdidae), Timalien (Timaliidae), Meisen (Paridae), Nektarvögel (Nectariniidae), Brillenvögel (Zosteropidae), Ammern (Emberizidae), Finkenvögel (Fringillidae), Prachtfinken (Estrildidae), Webervögel (Ploceidae) ,Stare (Sturnidae). Weiters gelten diese Mindestanforderungen für die Familie Kolibris (Trochilidae) aus der Ordnung Segler und Kolibris (Apodiformes)

    (2)Die Haltung von domestizierten Formen des Zebrafinken (Taeniopygia guttata), der Reisamadine (Reisfink, Padda oryzivora), des Kanarienvogels (Serinus canaria) oder des Japanischen Mövchens (Lonchura striata), sind geregelt in Punkt 1.

    14.2. Spezielle Anforderungen

    (1) Sperlingsvögel und Kolibris sind grundsätzlich paarweise oder in Gruppen als Schwarm zu halten, ausgenommen sind unverträgliche Individuen wie zum Beispiel Schamadrossel und Kolibris während der Revierbildung und kranke Tiere.

    (2) Besondere Sorgfalt ist auf abwechslungsreiches und geeignetes Futter zu verwenden.

    (3) Die angegebenen Maße für Käfige, Volieren und Schutzräume gelten, sofern nicht anders vermerkt, für die paarweise Unterbringung. Jungvögel bleiben bis zum Selbstständigwerden unberücksichtigt. Die Maße dürfen auch bei begründeter Einzelhaltung nicht unterschritten werden. Wo die Artverträglichkeit für ein weiteres Paar gegeben ist, ist die Grundfläche um 25% der ursprünglichen Grundfläche zu erweitern.

    (4) Für Vögel die ganzjährig in Innenräumen gehalten werden ist eine Innenvoliere entsprechend den Maßen der Außenvolieren einzurichten.

    (5) Käfige sind mit Ausnahme der bodenbrütenden Arten wie zum Beispiel Lerchen in mindestens 80 cm Höhe aufzustellen. Vogelkäfige müssen rechteckige Grundflächen haben, Rundvolieren sind erst ab einem Durchmesser von 2 m zulässig. Die Maschenweite des Gitters muss der Größe der gehaltenen Vögel angepasst sein.

    (6) Käfige müssen an drei Seiten, Volieren an einer Seite undurchsichtig sein. Außenvolieren müssen teilweise überdacht sein, einen begehbaren Schutzraum oder, bei winterharten Arten, einen Witterungsschutz gegen Sonne, Wind und Niederschlag aufweisen, der jederzeit von den Vögeln aufgesucht werden kann.

    (7) Der Boden der Innenvoliere ist mit Sand, Holzgranulat, Rindenmulch oder ähnlichem geeignetem Material abzudecken. Der Boden der Außenvoliere darf entweder aus Naturboden bestehen oder ist mit einem Belag aus Sand, Kies, Rindenmulch oder ähnlichem zu versehen.

    (8) Zur Mindestausstattung von Käfigen und Volieren gehören Sitz-, Versteck-, Schlaf- und Nistmöglichkeiten. Bademöglichkeiten sind anzubieten.

    (9) Je nach geographischer Verbreitung der hier aufgeführten Sperlingsvögel und Kolibris sind unterschiedliche Klimaansprüche zu berücksichtigen. Viele Arten der aufgelisteten Familien sind tropischen Ursprungs. Ihnen ist, sofern nicht unter den einzelnen Haltungsansprüche, anders festgelegt, ganzjährig ein temperierter Schutzraum einzurichten. In den Wintermonaten sind die Tiere in beheizten Innenvolieren zu halten. Bei der Käfighaltung tropischer Vögel müssen die Unterbringungsräume ebenfalls beheizbar sein. Die festgelegten Temperaturen sind einzuhalten.

    14.3. Mindestanforderungen an Haltung handelsrelevanter Sperlingsvögel

  • 14.3.11. Finkenvögel - Fringillidae

    (1) Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

                     

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 12 cm (zB Kapuzenzeisig, Carduelis cucullata) 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge von 12 – 18 cm (zB Fichtenkreuzschnabel, Loxia curvirostra) 1,20 x 0,50 x 0,80

3.

Arten mit einer Gesamtlänge über 18 cm (zB Berggimpel, Carpodactus rubicilla) 1,80 x 0,80 x 1,00

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Die Schwarmhaltung ist außerhalb der Brutzeit beziehungsweise bei nicht territorialen Arten möglich, sofern ausreichend Versteck- und Schlafmöglichkeiten angeboten werden.

(3) Arten der gemäßigten Breiten wie einheimische Arten zB Stieglitz (Carduelis carduelis) und Hochgebirgsvögel der Subtropen bis Tropen, wie der Dickschnabelgirlitz (Serinus burtoni) dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden, sofern ihnen ein trockener und zugfreier Schutzraum oder überdachter geschützter Volierenteil zur Verfügung steht. Arten der Subtropen und Tropen, wie der Dünnschnabelgirlitz und Dendrospiza citrinelloides sind bei einer Mindesttemperatur von 5°C - und Arten der Gattungsgruppe Spinus sp. bei einer Mindesttemperatur von von 15°C zu halten.

(4) Den Tieren sind Volieren mit natürlicher Bepflanzung von Sträuchern, Laubgehölzen und Koniferen einzurichten. Bei Schwarmhaltung ist auf ausreichende Versteckmöglichkeiten zu achten. Eine Badegelegenheit ist erforderlich.

(5) Den Tieren sind Sämereien, Grünfutter, Knospen, Beeren und Obst, den größeren Arten auch Weizen und Hafer anzubieten. Für Arten der Gattung Loxia sp. sind Samen der Koniferen erforderlich. Insekten sind vor allem während der Jungenaufzucht zwingend notwendig.

       14.3.12. Prachtfinken - Estrildidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

                     

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 13 cm (zB Goldbrüstchen, Amandava subflava): 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge über 13 cm (zB Rotkopfamadine, Amadina erythrocephala): 1,20 x 0,50 x 0,80

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Für die Schwarmhaltung sind Volieren erforderlich.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche vorhanden sein.

(4) Die ganzjährige Haltung in Außenvolieren ist nur möglich, wenn ein temperierter Schutzraum aufsucht werden kann. Die Temperatur darf 15°C nicht unterschreiten. Für Arten der Gattungen Chloebia, Lagonosticta, Reichenowia, Parmoptila, Percnopis, Nigrita, Pyrenestes und Spermophaga sind Temperaturen von mindestens 18°C erforderlich.

(5) Den Tieren müssen Schlafkörbchen oder -kästen angeboten werden, die auch als Versteckmöglichkeit dienen. Bodenbrütenden Prachtfinken wie dem Rebhuhnastrild, Orthygospiza atricollis sind Grasbüschel zur Deckung anzubieten. Für Arten aus Trockengebieten sind zusätzlich Staubbademöglichkeiten aeinzurichten.

(6) Den Tieren sind Körner, Grünfutter und vor allem während der Jungenaufzucht tierisches Eiweiß anzubieten.

Weitere VO - Punkte betreffend aller Vogelarten bitte in Anlage 2. öffnen!

Kafigbesatztabelle: Zum Beispiel > so viele Vögel dürften höchstens laut BTSchG auf cm² gehalten werden!

 

 

 

 

 

 

 

Anlage 2

 

 

 

 

 

 

 

Mindestanforderung an die Haltung von Vogeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kafigbesatz Tabelle:

Kanarienvögel, Zebrafinken , jap. Mövchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

z.B.:                     60x35 cm

2.100 cm²

 

2 Vögel

 

 

 

plus 50% der urspr.Grundfl.

1.050 cm²

3.150 cm²

4 Vögel

 

 

 

für jedes weitere Paar

1.050 cm²

4.200 cm²

6 Vögel

 

 

 

 

 

1.050 cm²

5.250 cm²

8 Vögel

 

 

 

 

 

1.050 cm²

6.300 cm²

10 Vögel

 

 

 

 

 

1.050 cm²

7.350 cm²

12 Vögel

 

 

 

 

 

1.050 cm²

8.400 cm²

14 Vögel

 

 

 

 

 

1.050 cm²

9.450 cm²

16 Vögel

(Schwarmhaltung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

                                            an die 10.000 cm²  >  1 m²

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wellensittiche, Reisfinken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

z.B.:

80x40 cm

3.200 cm²

 

2 Vögel

 

 

 

plus 50 % der urspr. Grundfl.

1.600 cm²

4.800 cm²

4 Vögel

 

 

 

für jedes weitere Paar

1.600 cm²

6.400 cm²

6 Vögel

 

 

 

 

 

1.600 cm²

8.000 cm²

8 Vögel

 

 

 

 

 

1.600 cm²

9.600 cm²

10 Vögel

(Schwarmhaltung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                         an die 10.000 cm²   >  1 m²

                an die 10.000 cm²  >  1 m²  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finkenvögel (Frigillidae), Prachtfinken (Estrildidae)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

z.B.:                80x40 cm

3.200 cm²

 

2 Vögel

 

 

 

plus 25% der ursp. Grundfl.

   800 cm²

4.000 cm²

4 Vögel

 

 

 

für jedes weitere Paar

   800 cm²

4.800 cm²

6 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm²

5.600 cm²

8 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm²

6.400 cm²

10 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm²

7.200 cm²

12 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm² 

8.000 cm²

14 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm²

8.800 cm²

16 Vögel

 

 

 

 

 

   800 cm²

9.600 cm²

18 Vögel

(Schwarmhaltung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                an die 10.000 cm²  >  1 m²

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Othmar Sieberer e.h. (20.10.2014)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biologischer Jahresablauf  (Zeitlauf)  in dem Kanarien lt. VO einzeln gehalten werden dürfen ( rot markiert)!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biologischer individueller Jahresablauf bei der Kanarienzucht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

< Jänner bis Juli >

Zuchtphase > extrem aggressives Verhalten

 

 

 

 

der Hähne!

 

 

 

< Juli bis Oktober >

Ruhephase > Mauserphase der Alttiere

 

 

 

 

Schwarmhaltung!

 

 

 

< Februar bis Oktober >

Jugendmauser der Jungtiere.

 

 

 

 

Schwarmhaltung!

 

 

 

< November bis Jänner >

Beginnendes Revierverhalten der Jung und Alttiere!

 

 

 

Übergang zur Zuchtphase mit eingehenden -

 

 

 

aggressiven Verhalten der Hähne!

 

 

 

 

 

 

 

 

z.B. viele Serinusarten in der Zuchtphase, wie Mosambique Girlitz, Weißbürzelgirlitz u. andere

sowie Drosselartige (Turdidae) wie Schamadrosseln unterliegen diesen Aggressionsverhalten!

 

 

 

 

 

 

 

  Betreffend TSchG 486/2004  1. (3)

1. (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mindestanforderungen für die Haltung von domestizierten Vögeln

 

 

(1)Zu den besonders häufig gehaltenen domestizierten Vögeln zählen: der Wellensittich

 

(Meliopsittacus undulatus),der Nymphensittich (Nymphicus hollandicus), der Kanarienvogel (Serinus

canaria),der Reisfink (Padda oryzivora),der Zebrafink (Taeniopygia guttata f.dom.) und das Japanische

Mövchen (Lonchura striata f.dom.).

 

 

 

 

(3) Alle genannten Arten sind mindestens paarweise, mit Ausnahme des Kanarienvogels auch in

 

Gruppen zu halten. Vögel, die individuell od. bei der Revierbildung extrem aggressives Verhalten

 

zeigen, sind für den Zeitraum ihres aggressiven Verhaltens einzeln zu halten, wenn durch gesetzte

 

Maßnahmen (zB Beseitigung von Überbesatz,..) keine Besserung des Verhaltens zu erzielen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Betreffend TSch-VeranstaltV 493/2004 § 2. (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(3) Es dürfen nur offensichtlich gesunde, unverletzte, gut genährte und in ihrem Verhalten nicht gestörte Tiere

 in die Veranstaltungsörtlichkeit eingebracht, zur Prämierung zugelassen, zur Schau gestellt oder zum Tausch

 oder Verkauf angeboten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist darum erforderlich einige Zeit, die Kanarien ca. 2-3 Wochen vor der Ausstellung aus der Schwarmhaltung

in den 60er Käfig (Zuchtbox)  zurück zu setzen, mit anschließende Einsetzen in den Prämierungskäfig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Vorgang ist auch für andere Ausstellungs Vögel von großer Bedeutung!   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Othmar Sieberer e.h. (20.10.2014)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Othmar Sieberer e.h. (10.03.2015)

Tier, - Artenschutzbeauftragter

der  COM - AUSTRIA